Frauke Heiligenstadt und Uwe Schwarz setzen im Landtag Antrag für den Erhalt der IC-Verkehre auf der „Leinetalstrecke“ durch

 

Die beiden südniedersächsischen SPD-Landtagsabgeordneten Frauke Heiligenstadt und Uwe Schwarz hatten in der letzten Landtagssitzung vor der Sommerpause einen gemeinsamen Antrag für den Erhalt der IC-Verkehrsverbindungen auf der „Leinetalstrecke“ über die SPD-Landtagsfraktion in den Niedersächsischen Landtag eingebracht.

Die Deutsche Bahn AG plant zum Zeitpunkt der nächsten Fahrplanumstellung, die IC-Züge zwischen Hannover und Göttingen von der bisherigen Strecke auf die Neubaustrecke (ICE-Strecke) zu verlagern. „Das bedeutet neben der Schwächung der Haltepunkte Alfeld, Elze, Kreiensen und Northeim eine Abkopplung der Ferienregion Solling, Weserbergland und des Harzes vom Fernzugnetz der Deutschen Bahn AG. Durch diese Entscheidung findet eine Reduzierung der Verkehrsanbindungen an die Oberzentren Hannover und Göttingen und somit eine deutliche Schwächung des ländlichen Raumes und der wirtschaftlichen Infrastruktur der Region Südniedersachsen statt“, machte der stellv. Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Uwe Schwarz, deutlich.

Dass dieses Thema nicht einfach so von der Politik hingenommen wird, belegte dann auch die konstruktive Zusammenarbeit zwischen allen Fraktionen im Niedersächsischen Landtag. Alle Parteien haben sich der Auffassung der beiden hiesigen SPD-Abgeordneten Uwe Schwarz und Frauke Heiligenstadt angeschlossen. Am 03.07.2008 hat der Landtag einstimmig beschlossen, sich gemeinsam mit der Landesregierung für den Erhalt der IC-Verkehre auf der „Leinetalstrecke“ einzusetzen und alle politischen Möglichkeiten auszuschöpfen.

„Die Verlegung des kostengünstigeren IC auf die ICE-Strecke verkürzt die Fahrzeit nur unwesentlich. Die wirtschaftliche Argumentation der Deutschen Bahn AG lässt befürchten, dass in nächster Zeit dann auch die Schließung des ICE-Bahnhofs Göttingen wieder intensiv verfolgt wird“, ist sich Frauke Heiligenstadt sicher.
Die SPD-Abgeordneten forderten daher den Niedersächsischen Landtag auf, sich entschieden dafür einzusetzen, dass der Bahnknotenpunkt Kreiensen als direkter Anbindungsbahnhof zum Fernverkehrsnetz für die Mittelzentren Bad Gandersheim, Einbeck, Holzminden und Seesen sowie der Bahnknotenpunkt Northeim für die Anbindung nach Nordhausen und Bodenfelde nicht weiter reduziert werden.

„Die kostengünstigeren IC-Zugverbindungen müssen für Alfeld, Elze, Kreiensen und Northeim im vollen Umfang erhalten bleiben. Eine Region, die ohnehin schon durch eine Strukturschwäche geprägt ist und vor großen Herausforderungen infolge des demographischen Wandels steht, braucht eine Anbindung an das Fernverkehrsnetz. Südniedersachsen darf nicht die Chance genommen werden, sich durch eine intakte Infrastruktur wieder positiv entwickeln zu können. Wir begrüßen daher die einvernehmliche Entscheidung des Niedersächsischen Landtags ausdrücklich. Wir müssen gemeinsam für den Erhalt der Zugverbindungen kämpfen. Für die Menschen und die Region Südniedersachsen“, so Frauke Heiligenstadt und Uwe Schwarz abschließend.