Heiligenstadt: Beim Krippenausbau werden Eltern von der Landesregierung zur Kasse gebeten

 

Die SPD-Fraktion kritisiert die Finanzierungspläne der Landesregierung zum Krippenausbau.

„Die Regierung Wulff kommt Eltern von Krippenkindern zukünftig teuer zu stehen“, sagte die bildungspolitische Sprecherin Frauke Heiligenstadt. „Im Durchschnitt kommen auf Eltern Mehrkosten von rund 500 Euro pro Jahr und Kind zu. Diese Pläne der schwarz-gelben Landesregierung fügen sich nahtlos ein in die Reihe der bisherigen Zumutungen für Kinder und Eltern, etwa die Einführung von Studiengebühren oder die Abschaffung der Lernmittelfreiheit.“
Hintergrund: Das Land hat in den Verhandlungen mit den Kommunen über die Finanzierung von Krippenplätzen durchgeboxt, den Elternanteil an den Krippenkosten auf durchschnittlich 25 Prozent festzusetzen, derzeit werden Eltern nur mit 20 Prozent zur Kasse gebeten. Das bedeutet eine Kostensteigerung für die Eltern. Bei veranschlagten Kosten von 9.700 Euro pro Krippenplatz und Jahr kommen auf Eltern jährliche Mehrkosten von durchschnittlich 504 Euro zu. „Anhand dieser Pläne zeigt sich deutlich, wie viel die Kinder in Niedersachsen der Regierung Wulff entgegen der Sonntagsreden des Ministerpräsidenten tatsächlich wert sind“, so Heiligenstadt. „Es ist schlimm genug, dass Niedersachsen Schlusslicht bei der Betreuungsquote ist, aber jetzt werden die Eltern dafür auch noch zusätzlich zur Kasse gebeten