Heiligenstadt: Statistik unterstreicht Forderung nach einem regional angepassten, vollständigen und stabilen Bildungssystem

 

Die SPD-Fraktion sieht ihr Schulkonzept durch die neuesten Zahlen zur Entwicklung der Schullaufbahnempfehlung und der Verteilung der Schülerinnen und Schüler auf die Hauptschule, Realschule und das Gymnasium bestätigt. Eine Anfrage der SPD-Fraktion ergab, dass sich der Trend zum „Leerlaufen“ der Hauptschulen weiter fortsetzt – auch deshalb, weil die Eltern die Schullaufbahnempfehlungen der Grundschule zum Teil ignorieren.

Nach der aktuellen Statistik besuchen landesweit 12,4 Prozent der Schülerinnen und Schüler die Hauptschule; eine Hauptschulempfehlung hatten jedoch 21,7 %. Auf die Realschule gehen 37,4 Prozent (Empfehlung: 38,8%) und 41,8 Prozent haben das Gymnasium gewählt (Empfehlung: 39,5 %). Dabei gibt es jedoch regional sehr unterschiedliche Entwicklungen. So besuchen z. B. in Wolfsburg nur 4,5 Prozent der Schüler und Schülerinnen die Hauptschule, 8,5 Prozent sind es in Göttingen und 6,1 Prozent in Osterholz Scharmbeck. Generell geht der Anteil der Hauptschüler und -schülerinnen aber stetig zurück. Während es im Schuljahr 2008/09 landesweit noch 13,2 Prozent waren, sind es im Schuljahr 2009/10 nur noch 12,4 Prozent.


Mit den sich verändernden Übergangsquoten auf die weiterführenden Schulen geht auch die hohe Anzahl der einzügigen Hauptschulen einher. So werden von insgesamt 458 Hauptschulen 291 einzügig geführt (63,5 %). Von den Realschulen sind 45 (9,8%) einzügig und von den Gymnasien von 255 lediglich 7 (2,7%). Unter den 40 integrierten Gesamtschulen wird keine einzügig geführt.


„Die Zahlen machen unmissverständlich deutlich: Die Schulwahlentscheidungen der Eltern tendieren immer mehr zu anspruchsvolleren Bildungsgängen. Wir brauchen deshab eine bedarfsorientierte Schulpolitik, die ein ausgewogenes System weiterführender Schulen wohnortnah in allen Regionen zur Verfügung stellt. Die Statistik zeigt eindeutig, bedarfsorientiert sind Schulen, die den Weg zum Abitur öffnen.“