Heiligenstadt: Anhörung zur Bildungspolitik bestätigt SPD-Vorschläge

 

Bei der heutigen Anhörung der SPD-Landtagsfraktion begrüßten die schulpolitischen Verbände den Gesetzentwurf zur „Förderung eines regional ausgeglichenen vollständigen Schulangebotes“ sowie den Entschließungsantrag „Ausbau von Ganztagsschulen jetzt erforderlich“, die die SPD-Fraktion zum März-Plenum eingebracht hat. „Die schulpolitischen Verbände stimmen im Grundsatz den beiden parlamentarischen Initiativen der SPD zu“, fasst die schulpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Frauke Heiligenstadt das Ergebnis der Anhörung zusammen.


Die Vertreterinnen und Vertreter der schulpolitischen Verbände diskutierten insbesondere zwei Aspekte. So regten einige Vertreter und Vertreterinnen an, dass die Schulträger nach Maßgabe des Bedürfnisses nicht nur berechtigt, sondern sogar verpflichtet werden sollen, Gesamtschulen einzurichten. Außerdem unterstützen sie, dass Gesamtschulen als gebundene bzw. teilweise gebundene Ganztagsschule geführt werden sollen. In diesen Zusammenhang begrüßten alle Anwesenden den ergänzenden Antrag der SPD-Fraktion zum Ausbau von Ganztagsschulen.
Einig waren sich alle Angehörten darüber, den Schulen selbst die Fachleistungsdifferenzierung zu überlassen. „Diese Auffassung entspricht unserem Verständnis von selbstständiger Schule“, so Heiligenstadt.
Die anwesenden Verbandvertreter äußerten weiterhin starke Kritik an den vorgesehenen Maßnahmen der Landesregierung zur Unterrichtsversorgung und zum Turbo-Abitur an den Gesamtschulen. „Das Turbo-Abitur an der IGS darf nicht eingeführt werden“, so Heiligenstadt. „Darüber waren und sind sich alle einig.“