Unterrichtsversorgung ist nicht gesichert

 

Laut Medienberichten vom (heutigen) Montag soll die durchschnittliche Unterrichtsversorgung in Niedersachsen bei 100,4 Prozent liegen. „Diese gegriffene Zahl soll darüber hinwegtäuschen, dass die reale Unterrichtsversorgung an unseren Schulen weiterhin schlecht ist“, sagte Frauke Heiligenstadt, schulpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag, am Montag in Hannover.

Sie warnte davor, die genannten 100,4 Prozent als Beruhigungspille unwidersprochen zu schlucken. Zurzeit lägen keine genauen Zahlen vor, sondern nur Durchschnittswerte.

„Nach Angaben des Landeselternrates fallen etwa zehn Prozent der Unterrichtsstunden in der Woche aus. Dieses deckt sich mit den Informationen, die ich bei meinen Schulbesuchen oder in Gesprächen mit Eltern erhalte“, so Heiligenstadt.

Die SPD-Schulexpertin forderte Kultusminister Bernd Althusmann auf, die tatsächliche schlechte Unterrichtsversorgung anzuerkennen: „Fakt ist, die Schulen sind am Limit. Wir brauchen einen Pakt zur Verbesserung der Unterrichtsversorgung. Dazu muss die Landesregierung endlich eine Lehrkräftebedarfsplanung vorlegen, die ihren Namen verdient. Auch die bevorstehenden Kürzungen im Bildungsbereich müssen vom Tisch“, sagte Heiligenstadt, „die Ressourcen aufgrund zurückgehender Schülerzahlen müssen im System bleiben.