Althusmann lässt Berufsbildende Schulen mit Problemen allein

 

Anlässlich der Fragestunde im Niedersächsischen Landtag zum Thema Übertragung des Modellversuchs „Projekt Regionale Kompetenzzentren“ (ProReKo) auf alle Berufsbildenden Schulen am (heutigen) Donnerstag erklärt Frauke Heiligenstadt, stellvertretende Vorsitzende und schulpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion

„Die heutigen Antworten des Ministers haben gezeigt: Klar ist, dass gar nichts klar ist. Kultusminister Althusmann hat nur Ankündigungen von sich gegeben, hat sich gewunden und konnte auch keine genauen Zeitpunkte nennen, wann genau die für die Schulen notwendigen Umsetzungsschritte vorgelegt werden. Insbesondere die Nachfrage, wann das gemeinsame Budget aus Landesmitteln und Mitteln des Schulträgers umgesetzt wird, konnte Althusmann nicht beantworten. Auch die Frage nach der Weiterbeschäftigung der IT-Fachkräfte ist nicht geklärt, obwohl die Verträge der Fachkräfte nur noch bis Ende Juli dieses Jahres laufen. Auch die Frage der Einstellung der Referendare konnte Althusmann nicht klären. Bisher wurden rund 350 Referendare einstellt. Zurzeit sind nur 135 Stellen ausgeschrieben. Es besteht die Gefahr, dass gut ausgebildete und dringend benötigte Referendare aus Niedersachsen abwandern. Auch wenn Althusmann versuchte, sich souverän zu geben und dafür zu plädieren, dieses Jahr sei ein Überbrückungsjahr, wurde mehr als deutlich, dass der Minister seine Hausaufgaben nicht gemacht hat. Den Zorn auf sein eigenes Haus konnte er nicht überspielen. Es fehlt an der notwendigen Unterstützung, die die Schulen bei Übertragung des Schulversuchs auf alle BBS‘en benötigen. Erneut verdient die handwerkliche Arbeit des Ministers die Note ,mangelhaft‘.“