Heiligenstadt: Zahlen des Statistischen Bundesamtes über Bildungsausgaben verderben dem Kultusminister die Jahresbilanz

 

Zu den veröffentlichen Daten des Statistischen Bundesamtes über die Ausgaben für öffentliche Schulen im Jahr 2008 erklärte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende und schulpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Frauke Heiligenstadt:
„Nach den vorliegenden aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes hat Niedersachsen und der Kultusminister Bernd Althusmann seine Hausaufgaben keinesfalls erledigt, sondern eher die Weichen für gute Bildungschancen in Richtung Abstellgleis gestellt.“

In der Einführung des Berichtes des Bundesamtes heißt es „Die adäquate Ausstattung des Bildungswesens mit Finanzressourcen ist von großer Bedeutung für das wirtschaftliche Wachstum, für die Sicherung der Humanressourcen der Volkswirtschaft sowie für den Erhalt der Chancengleichheit der Individuen“. Die konkreten Vergleiche und Fakten zeigen dann, dass Niedersachsen 2008 bei den Ausgaben je Schüler und Schülerin mit 4900 € bei allen Schularten auf dem drittletzten Platz liegt. Nach Angaben des Bundesamtes lag das Land 1995 im Bundesvergleich mit 4500 € noch auf Platz 4 des Rankings.

Auch wenn die Ausgaben in Niedersachsen um 8,8 Prozent gestiegen sind, hinkt das Land damit meilenweit hinter den anderen westdeutschen Flächenländern her. Andere Länder haben ihre Ausgaben massiv erhöht. Im Bundesdurchschnitt gab es seit 1995 eine Steigerung von 18,8%. In Baden-Württemberg wurden seitdem 18,1%, in Bayern 22,7% und in Hessen sogar 23,8% mehr pro Schüler und Schülerin ausgegeben.

Heiligenstadt stellt dazu fest: „Die Zahlen zeigen, dass die Jahresbilanz des Kultusministers nicht mehr als Schall und Rauch ist. Worte sind eben das Eine – die nun vorliegenden Zahlen belegen aber die Realität.“