Heiligenstadt: Gesamtschulen brauchen Ganztagsangebote

 

Die SPD-Fraktion wirft der Landesregierung vor, die Neugründung von Gesamtschulen weiterhin zu behindern. Bestätigt sieht sie sich durch die Antwort der Landesregierung auf eine Dringliche Anfrage der SPD-Fraktion. „Die Landesregierung streitet schlichtweg ab, dass der Status Ganztagsschule unabdingbar zum pädagogischen Konzept einer Integrierten Gesamtschule gehört“, sagte die schulpolitische Sprecherin Frauke Heiligenstadt. „Es bleibt dabei: CDU und FDP legen Gesamtschulen immer neue Steine in den Weg.“

Schier unglaublich ist es laut Heiligenstadt, dass selbst bisher ganztägige Haupt- und Realschulen ihren Ganztagsschul-Status verlieren, wenn sie zu einer Gesamtschule umgewandelt werden. „Diese Praxis bestätigt unsere schlimmsten Befürchtungen und ist eine Frechheit“, so Heiligenstadt. Gleichzeitig betonte Heiligenstadt, dass die SPD-Fraktion für ganztägige Angebote an allen Schulformen plädiert. Deswegen habe die SPD-Landtagsfraktion in ihrem Antrag zum Haushalt 2009 insgesamt 600 zusätzliche Stellen für Ganztagsangebote für alle Schulformen eingestellt.
In den bestehenden Integrierten Gesamtschulen nehmen 95,5 Prozent der Schüler an den Ganztagsangeboten teil. Diese Grundlage für einen rhythmisierten Schultag mit Unterricht, Förderung und Freizeitangeboten ist bei den Elternbefragungen der Maßstab für eine Entscheidung für eine IGS gewesen.