Heiligenstadt: Kinderbetreuung für unter Dreijährige muss Priorität werden

 

Unter Verweis auf die heute veröffentlichten neuesten Zahlen des Statistischen Bundesamtes stellt Frauke Heiligenstadt, schulpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag fest: „Wir brauchen mehr Aktivitäten beim Ausbau der Kinderbetreuung für unter Dreijährige. Das jahrelange Nichtstun der Regierung Wulff muss ein Ende haben.“ Wie bereits im Vorjahr verzeichne Niedersachsen mit 9,2 % die bundesweit geringsten Betreuungsquoten.

„Viele Eltern suchen verzweifelt Betreuungsmöglichkeiten für ihre Kleinkinder. Die Zahlen belegen erneut, diese Landesregierung fährt mit angezogener Handbremse anstatt Gas zu geben. Wir brauchen aber mehr Fahrt beim Ausbau der Kinderbetreuung“, sagte Heiligenstadt. Deswegen hat die SPD-Fraktion in ihrem Haushaltsantrag insgesamt 79,2 Mio. Euro eingestellt. „Damit wollen wir nicht nur das geforderte Ziel der 35%-Quote erreichen, sondern auch die qualitative Ausstattung in den Krippen und Kitas verbessern. Wir müssen ein deutliches Augenmerk auf die Qualitätsverbesserung legen. Die Mittel unterstreichen nicht zuletzt, dass eine Kindertagesstätte eine Bildungseinrichtung ist, die ihre Aufgaben nur durch entsprechende Ausstattung erfüllen kann.“
Heiligenstadt erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass CDU und FDP im Dezember-Plenum den Gesetzentwurf der SPD zur Veränderung des Kindertagesstättengesetzes für mehr Qualität in den Kindertageseinrichtungen abgelehnt haben. „ Die CDU- und FDP-Fraktionen haben sich damit gegen die „Dritte-Kraft“ in Krippen, gegen die Erhöhung der Verfügungsstunden für Gruppenleitungen, gegen die Verringerung der Gruppengrößen von derzeit 25 auf 20 Kinder für die Drei- bis Sechsjährigen und gegen die Verbesserung der Integration von behinderten Kindern in Krippen entschieden“, bedauerte Heiligenstadt.