Werden Volle Halbtagsschulen bei der Umwandlung zu Ganztagsschulen bevorzugt?

 

Die Regierungsfraktionen haben am 16. Juni 2009 beschlossen, dass die Vollen Halbtagsschulen zu Beginn des Schuljahres 2010 abgeschafft werden. Während der parlamentarischen Beratung versprach ein Vertreter der CDU-Fraktion im Niedersächsischen Landtag, dass die Umwandlung der Vollen Halbtagsschulen in eine Verlässliche Grundschule zu Beginn des Schuljahres 2010 erfolgen würde, damit die Schulen genügend Zeit hätten, ihre Konzepte umzustellen. Den Schulen sollte zudem das Angebot gemacht werden, Ganztagsschule zu werden und somit zusätzliche Unterrichtsstunden zu erhalten.

„Durch diese und ähnlich lautende Versprechen gehen die Vollen Halbtagsschulen in Niedersachsen nun davon aus, zu Ganztagsschulen umgewandelt zu werden, wenn dies vor Ort gewünscht wird. Leider hat die Landesregierung mal wieder ihre vollmundigen Versprechungen nicht erfüllt und lässt die Schulen in dieser Frage, wie so oft, im Regen stehen. Eine klare und zukunftsorientierte Bildungspolitik für Niedersachsen sieht anders aus“, machte Frauke Heiligenstadt deutlich.

Aus diesem Anlass hat Frauke Heiligenstadt eine „Kleine Anfrage“ an die Landesregierung gestellt, in der die Landesregierung aufgefordert wird, Stellung zu beziehen und endlich deutlich zu machen, wann und in welcher Form die Landesregierung ihre Versprechungen endlich erfüllt und den Vollen Halbtagsschulen ein Ganztagsangebot unterbreitet. Des Weiteren möchten die SPD-Abgeordnete wissen, ob bereits Volle Halbtagsschulen mit zusätzlichen Unterrichtsstunden ausgestattet wurden sowie welche Kriterien bei der Umwandlung von Vollen Halbtagsschulen in Ganztagsschulen bevorzugt berücksichtigt werden.

Schließlich könnten auch Schulen aus dem Landkreis Northeim, so z.B. die Volle Halbtagsschule in Katlenburg, die Burgbergschule, betroffen sein.