Heiligenstadt: Absage an Schulobstprogramm beschämend

 

Mit Unverständnis und Kritik reagiert die SPD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag auf die Entscheidung der Landesregierung, sich nicht am EU-Schulobstprogramm zu beteiligen.
"Eine monatelange Hängepartie ist zu einem beschämenden Ende gekommen", sagte Frauke Heiligenstadt, bildungspolitische Sprecherin der SPD - Fraktion, am Dienstag in Hannover.

"CDU und FDP haben noch Ende vergangener Woche beteuert, sie wollten das Schulobst-Programm. Jetzt straft Landwirtschaftsminister Ehlen sie Lügen. Er gibt die Regierungsfraktionen der Lächerlichkeit preis", sagte Heiligenstadt. Am Freitag hatte zumindest die FDP-Fraktion per Pressemitteilung noch erklärt: "Klar ist, dass wir ein Schulobstprogramm wollen."

Die Behauptung des Ministers, der Bürokratieaufwand wäre zu hoch, ist nach Heiligenstadts Ansicht unzutreffend, da noch gar nicht festgelegt worden sei, wie das Programm in die Tat umgesetzt werden sollte. "Jetzt sind es die niedersächsischen Schülerinnen und Schüler, die ausbaden müssen, was die Landesregierung nicht auf die Reihe bekommt", sagte Heiligenstadt.
„Andere Bundesländer handeln da viel unbürokratischer, sie nehmen einfach am Schulobstprogramm der EU teil und tragen die Diskussionen über Kostentragung nicht auf dem Rücken der Kinder aus. Hier geht es ja insbesondere um die Grundschulen, und das sind mal wieder die Kleinsten, die nicht berücksichtigt werden.“