Heiligenstadt: Kultusministerin Heister-Neumann hat keinen blassen Schimmer von der Situation vor Ort

 

"Der Kultusministerin steht das Wasser bis zum Hals. Nach der heutigen Debatte kann Frau Heister-Neumann nicht mehr leugnen, dass sie fernab von der Realität agiert“, so die schulpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Frauke Heiligenstadt. Wie tausend Seifenblasen zerplatzten ihre am grünen Tisch und fernab von niedersächsischen Realitäten, insbesondere an Schulen im ländlichen Raum, gefassten Träume, die Bildungspolitik im Griff zu haben.

„Stattdessen wurde ganz deutlich: Frau Heister-Neumann ist der Aufgabe als zuständige Ministerin für Bildung nicht gewachsen“, stellt Heiligenstadt fest. So habe sie die Frage der SPD-Landtagsfraktion zu den Auswir-kungen der Pläne der Landesregierung auf veränderte Schulstrukturen vor Ort nicht beantworten können.
Heiligenstadt: „Das zeigt, dass sie nicht weiß, welche Auswirkungen die vorgesehenen zwei Praxistage für Hauptschülerinnen und Hauptschüler tatsächlich haben. Die Schülerinnen und Schüler hätten, wenn sie wohnortnah eine berufsbildende Schule besuchen wollen, selten die Möglichkeit, ihre berufliche Zukunft selbst zu bestimmen. Diese müssten sie insbesondere im ländlichen Raum vom Angebot an den für sie erreichbaren Berufsschulen abhängig machen. „Ich bin fassungslos, wie die zuständige Ministerin Realitäten einfach ignoriert“, erklärt Heiligenstadt abschließend.