Zukunftstag: Debatten über Atomausstieg und bessere Schulen

Zukunftstag 2011

Schüler aus dem Landkreis Northeim beim Zukunftstag 2011 der SPD-Landtagsfraktion

 

Auch Schülerinnen und Schüler aus dem Landkreis Northeim waren dabei

Mehr als 80 Schülerinnen und Schüler waren am „Zukunftstag 2011“ am 08. April Gäste der SPD-Landtagsfraktion. Auch aus dem Landkreis Northeim wa-ren auf Einladung der Landtagsabgeordneten Frauke Heiligenstadt und Uwe Schwarz Schülerinnen und Schüler nach Hannover gereist. Gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen aus allen Teilen des Landes, konnten sie in dem Planspiel– realitätsnah in vier Fraktionen aufgeteilt – den Weg einer Landtags-entschließung von der innerfraktionellen Beratung bis hin zur Debatte im Landtagsplenum aktiv nachvollziehen.

Mit Anträgen zur Energiepolitik, zur Bildungspolitik, zur Integrationspolitik und zur Stärkung des ländlichen Raums haben sich die vier Fraktionen „Elbe“, „Weser“, „Leine“ und „Ems“ beim Zukunftstag der SPD-Landtagsfraktion am vergangenen Freitag in Hannover beschäftigt. In dem Planspiel „Arbeit des Landtages“ wurden die Mädchen und Jungen zunächst mit der Arbeitsweise des Landtags vertraut gemacht. Danach wurden vier Fraktionen gebildet, die nach der Wahl ihrer Fraktionschefs jeweils einen Entschließungsantrag zu einem selbst gewählten Thema erarbeiteten. Zwischen 15 Uhr und 17 Uhr tagte dann der Planspiel-Landtag im original Plenarsaal im Leineschloss in Hannover.

Landtagspräsident Hermann Dinkla eröffnete die Sitzung. Die jungen Abgeordneten debattierten danach engagiert die Fragen, ob alle Atomkraftwerke bis 2020 abgeschaltet werden sollen, ob Niedersachsens Schulen besser ausgestattet werden müssen, ob es verpflichtende Sprachtests für Menschen mit Migrationshintergrund geben muss und ob Kindergärten und Schülerbeförderung im ländlichen Raum grundsätzlich kostenfrei sein müssen.

Bereits zum dritten Mal hat am Zukunftstag die SPD-Landtagsfraktionen dieses Planspiel veranstaltet. Im vergangenen Jahr durfte erstmals für die Abschlussdebatte der Plenarsaal des Landtages genutzt werden. In diesem Jahr konnte Landtagspräsident Dinkla als Mitveranstalter gewonnen werden.

 Landtagsabgeordnete und Mitarbeiter der SPD-Fraktion stehen am Zukunftstag allein den jungen Gästen zur Verfügung. Sie geben den Planspiel-Politikern Hilfestellungen bei der Erarbeitung der Anträge und übernehmen dann in der abschließenden Debatte die Rolle der Landesregierung. Planspiel-Ministerpräsidentin war in diesem Jahr die Stader SPD-Sozialpolitikerin Petra Tiemann.
Der Zukunftstag der SPD-Landtagsfraktion ist in diesem Jahr vom 14. auf den 8. April vorgezogen worden. Grund: Am eigentlichen Zukunftstag, dem 14. April, kann das aufwendige Planspiel wegen der April-Sitzung des Landtages nicht stattfinden. „Um den politischen Nachwuchs im Land brauchen wir uns nicht zu sorgen“, zeigte sich Frauke Heiligenstadt zuversichtlich. Die Abgeordneten waren hoch erfreut mit welchem Elan die Jugendlichen das Planspiel durchgeführt haben und lobten die Diskussionskultur. Man war sich einig, dass dieses Planspiel sicherlich nicht das Letzte gewesen sein wird, was die SPD auf Landesebene organisiert hat.