Schulkompromiss in Nordrhein-Westfalen setzt Maßstäbe auch für Niedersachsen

 

Frauke Heiligenstadt, die stellvertretende Vorsitzende und schulpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, stellt fest: „Der gestern zwischen der Landesregierung und der CDU in Nordrhein-Westfalen beschlossene schulpolitische Kompromiss zeigt, dass eine sinnvolle Einigung möglich ist, wenn alle Beteiligten ohne dogmatische Scheuklappen eine Lösung im Sinne von Kindern, Eltern und Kommunen anstreben.“

Dort sei etwas gelungen, was in Niedersachsen an der starren Haltung von CDU und FDP gescheitert ist. „Mit dem dort jetzt verabredeten Modell kann nach den Voten der Eltern und Kommunen ein regional angepaßtes und stabiles Schulsystem ‘von unten' aufwachsen.“ Die Möglichkeit, auch kleinere Sekundarschulen mit einem hohen Maß an integriertem Unterricht über alle Schulzweige – Hauptschule, Realschule und Gymnasium – hinweg einzurichten, komme den Wünschen der Eltern genauso entgegen wie kleinere Klassen oder die Chance an diesen Schulen auch den Weg zum Abitur nach 9 Jahren gehen zu können. Dies entspreche dem Modell der niedersächsischen Gesamtschulen.

Heiligenstadt weiter: „Die CDU/FDP-Regierung in Niedersachsen hat hingegen ihre schulpolitischen Scheuklappen immer noch nicht abgelegt. Ihre starre Haltung gegenüber den Gesamtschulen mit hohen Errichtungshürden und dem Turbo-Abitur lässt einen Kompromiss wie im Nachbarland nicht zu. Die CDU sollte sich an Nordrhein-Westfalen ein Beispiel nehmen.“