Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags fördert die Restaurierung der Heldenburg in Einbeck-Salzderhelden mit einem Zuschuss von 406.260 Euro aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm XIV. Mit dem Denkmalschutz-Sonderprogramm unterstützt der Bund die Restaurierung und Substanzerhaltung von Kulturdenkmälern, die unter Denkmalschutz stehen.

 

„Ich freue mich sehr über die guten Nachrichten aus Berlin für Einbeck-Salzderhelden“, erklärt die Bundestagsabgeordnete Frauke Heiligenstadt (SPD), die den Antrag auf Bundesförderung unterstützt hat. „Mehr als 400.000 Euro fließen nun in die weitere Sanierung der Heldenburg. Damit wird nicht nur ein wichtiges Kulturdenkmal gesichert, sondern auch die großartige ehrenamtliche Arbeit des Fördervereins gewürdigt. Mein besonderer Dank gilt allen, die sich mit Herzblut für den Erhalt der Heldenburg einsetzen.“

 

Die aktuelle Förderung kommt insbesondere der Sanierung der nördlichen Mauer zugute. Mit dem neuen Finanzierungsbeitrag kann dieser bedeutende Teil der Anlage restauriert und für kommende Generationen bewahrt werden.

 

„Die Heldenburg ist ein Wahrzeichen für unsere Region und steht zugleich für jahrhundertelange Geschichte und Kultur. Die Bundesförderung ist deshalb auch ein starkes Zeichen der Anerkennung für die ehrenamtlichen Kräfte vor Ort“, so Frauke Heiligenstadt, die Bundestagsabgeordnete für Goslar – Northeim – Göttingen II (Osterode) weiter.

 

Hintergrund:

 

Die imposante Burgruine Heldenburg zieht mit ihrer eindrucksvollen Kulisse und dem weiten Blick über das Leinetal flussauf- und flussabwärts zahlreiche Besucherinnen und Besucher an. Jahr für Jahr finden viele Menschen den Weg auf die Burg, um Geschichte hautnah zu erleben und die Atmosphäre des mittelalterlichen Gemäuers zu genießen.

In den vergangenen Jahren wurden bereits umfangreiche Sanierungsarbeiten schrittweise umgesetzt. Dank der nun bewilligten Förderung des Bundes können die Maßnahmen in dem weitläufigen Burgkomplex fortgeführt werden.

 

Seit 1984 kümmert sich der Förderverein Heldenburg Salzderhelden e.V. engagiert um die Pflege und Erhaltung der Anlage. Der Verein organisiert unter anderem archäologische Ausgrabungen, Burggottesdienste und kulturelle Veranstaltungen. Die Heldenburg zählt neben der Greener Burg, der Burg Grubenhagen und der Katlenburg zu den bedeutendsten erhaltenen und begehbaren mittelalterlichen Burganlagen im Landkreis Northeim.

 

Die Heldenburg, auch Burg Salzderhelden genannt, thront oberhalb des Ortes Salzderhelden und wurde erstmals 1320 urkundlich erwähnt. Ursprünglich diente sie dem Schutz der nahegelegenen Salzquelle und war zwischen 1291 und 1596 Residenz – zeitweise sogar Hauptresidenz – der Herzöge des welfischen Fürstentums Grubenhagen. Der Legende nach wurde hier erstmals das Niedersachsenross als Wappensymbol durch Herzog Albrecht verwendet.

 

Von der eindrucksvollen Höhenburg auf dem Kleinen Heldenberg sind heute noch Mauerreste der vierflügeligen Anlage rund um einen quadratischen Innenhof erhalten. Dazu zählen Bauteile des Palas, die Burgkapelle im ersten Stock, ein Wendeltreppenturm mit 49 Stufen, der Burgturm und zwei ehemalige Bierkeller. Besonders markant sind die massiven Wallanlagen sowie die große Palaswand mit ihrem Kamin und Aborterker.

 

Zwischen 1951 und 1960 diente die Heldenburg zudem als Bühne für die Salzderheldener Burgfestspiele, die mit über 30 Aufführungen ein großes Publikum begeisterten. Sie galten als Vorläufer der späteren Greener Burgfestspiele und der heute bekannten Gandersheimer Domfestspiele.