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MdB Frauke Heiligenstadt informiert sich über den Zustand der Burgruine Heldenburg im Gespräch mit Dirk Heitmüller, 1. Vorsitzender Förderverein Heldenburg e. V. Foto (c): 2021, Peter Traupe Foto: Peter Traupe (2021)
Frauke Heiligenstadt informiert sich über den Zustand der Burgruine Heldenburg im Gespräch mit Dirk Heitmüller, 1. Vorsitzender Förderverein Heldenburg e. V.

10. November 2022: Heldenburg in Salzderhelden erhält Förderung in Höhe von 183.000 Euro vom Bund

Der Bund fördert die Restaurierung des 3. Bauabschnitts der Heldenburg in Salzderhelden im Denkmalschutz-Sonderprogramm XI. Mit einem Zuschuss von 183.000 Euro soll die Mauersanierung der Kapelle unterstützt werden.

Die Burgruine übt auf die Besucherinnen und Besucher durch die beeindruckende Kulisse und dem Ausblick über das Leinetal flussauf und –abwärts eine Anziehungskraft aus. Es kommen regelmäßig viele Besucherinnen und Besucher auf die Burgruine.

Bereits in den letzten Jahren wurden umfangreiche Sanierungsmaßnahmen schrittweise durchgeführt. Die neue Förderung ermöglicht nun eine Fortsetzung der Maßnahmen in dem großen Komplex.

Seit 1984 betreut der Förderverein Heldenburg Salzderhelden e.V. die Burg und organisiert Ausgrabungen, Burggottesdienste und Veranstaltungen. Die Heldenburg gehört zusammen mit der Greener Burg, der Burg Grubenhagen und der Katlenburg zu den erhaltenen und begehbaren mittelalterlichen Burg-Bauwerken im Landkreis Northeim.

„Ich begrüße ausdrücklich die Förderung der Mauersanierung der Kapelle der Heldenburg. Mit einem Betrag von 183.000 Euro kann die weitere Restaurierung dieses Kulturdenkmals fortgeführt werden. Es freut mich sehr für unsere Region, denn die Heldenburg hat hier eine herausragende Bedeutung. Es freut mich aber auch, weil durch eine solche Bundesförderung für die Liegenschaft auch indirekt die großartige ehrenamtliche Leistung des Fördervereins gewürdigt wird“ so die Bundestagsabgeordnete für Goslar – Northeim – Osterode Frauke Heiligenstadt (SPD), die den Förderantrag auf Bundesebene unterstützt hat.

Hintergrund:
Erstmals wurde die Heldenburg 1302 erwähnt. Sie diente zeitweise als Schutz der nahegelegenen Salzquelle. Zwischen 1291 und 1596 war sie die Residenz, zeitweise auch die Hauptresidenz der Herzöge des welfischen Fürstentums Grubenhagen aufgrund der strategisch günstigen Lage in der Nähe zur Salzquelle, zur Burg Grubenhage und zur Bierstadt Einbeck. Urkundlich belegt ist auch, dass hier zum ersten Mal das Niedersachsenross als Wappensymbol vom dort residierenden Herzog Albrecht verwendet wurde.
Von der Höhenburg am Hang des Kleinen Heldenbergs sind noch Mauerreste der Gebäude einer geschlossenen Vierflügelanlage um einen quadratischen Burghof erhalten. Dazu zählen Baureste des Palas, der Burgkapelle im ersten Stock, eines Wendeltreppenturmes mit 49 Stufen, eines Burgturmes und von zwei ehemaligen Bierkellern. Besonders beeindruckend sind die Wallanlagen und die große Wand des Palas mit Abort und Kamin.
Zwischen 1951 und 1960 fanden Burgfestspiele auf der Heldenburg statt. Neun Jahre lang gab es mehr als 30 Aufführungen vor stets vollem Hause. Zeitlich sind die Salzderheldener Festspiele ein Auftakt, der später in den Greener Burgfestspielen seine Fortsetzung findet, aus denen schließlich die Gandersheimer Domfestspiele entstanden sind.

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